Kiefergelenk-, Funktions- und Schmerzsprechstunde

Kiefergelenksprechstunde

Beschwerden im Bereich der Kiefergelenke und der Kaumuskulatur können sich vielfältig äußern.

Die Symptome wie Knacken, Reiben oder „Verhaken“ der Kiefergelenke, sowie eine eingeschränkte Mundöffnung oder Schwierigkeiten beim Kauen: das sind typische Anzeichen für ein dysfunktionelles Kiefergelenk. In solchen Fällen spricht man von einer Arthropathie.

Drückende Schmerzen im Gesicht, Kopfschmerzen oder Beschwerden im Bereich der Halswirbelsäule können Anzeichen für eine muskuläre Störung – eine sogenannte Myopathie – sein.

Fühlt sich der Zusammenbiss der Zähne ungewöhnlich, unbequem oder nicht „richtig“ an, kann mitunter eine Okklusopathie die Ursache dessen sein.

Werden anfallsartige, episodische, zum Teil schnell einschießende, Schmerzen beschrieben, kann eine Neuropathie vorliegen. Eine typische Erkrankung dieser Art ist beispielsweise die Trigeminusneuralgie. Liegen Nervenschädigungen – z.B. nach einer Viruserkrankung oder einem Unfall – vor, können die Beschwerden auch chronisch werden. Von Bruxismus spricht man, wenn es sich um Parafunktionen – wie Knirschen oder Pressen – handelt.

Ganz allgemein bezeichnet man diese Krankheitsbildern auch als sogenannte Craniomandibuläre Dysfunktion oder als Myoarthropathie.

Der Leidensdruck der Patienten ist unterschiedlich, da das Beschwerdebild sehr verschieden ausfällt. Allen gemein ist jedoch eine gewisse Verunsicherung, verbunden mit dem Wunsch nach Abklärung.
Nicht jeder Zahnarzt ist in der Lage diese Symptome richtig einzuordnen und zu behandeln. Bei diesen Erkrankungen im Kopf- und Gesichtsbereich bedarf es einer Spezialisierung und einer umfangreichen Erfahrung des behandelnden Zahnarztes. Auch sollten die Diagnosestellung und Behandlung nach klar definierten, wissenschaftlich anerkannten Richtlinien erfolgen. Daher wird in unserer Praxis eine Diagnostik und Therapie nur durch speziell geschulte und geübte Kollegen in enger Zusammenarbeit mit der Kiefergelenk- und Schmerzsprechstunde der Zahnklinik/Charite durchgeführt.

Verschiedentlich ist auch eine Zusammenarbeit mit auf diesem Gebiet erfahrenen Physiotherapeuten, Schmerztherapeuten und Neurologen sehr hilfreich.