Mikroskopische Wurzelbehandlung – gute Karten für schlechte Zähne

Wurzelbehandlung (Endodontie)

Die Endodontie befasst sich mit der Behandlung des Zahninneren. Wenn durch Karies oder nach Unfällen Bakterien in Kontakt zu dem im Zahninneren befindlichen Weichgewebe kommen, kann es zu Entzündungen und zu starken Schmerzen in Zahn- oder Kieferknochen kommen.

In diesen Fällen ist eine endodontische Behandlung indiziert.

Arten einer mikroskopisch-endodontischen Behandlung

  • Behandlung von akuten, chronischen und wiederkehrenden Entzündungen
  • Entfernung von abgebrochenen Wurzelkanalinstrumenten und Wurzelstiften
  • Reparatur von Defekten an der Zahnwurzel ( Perforationen/ Resorptionen )
  • Nachsorge nach Zahnunfällen
  • Maßnahmen zur Erhaltung des Nervengewebes oder dessen Neuzüchtung
  • Revisionsbehandlungen ( Wurzelbehandlung bereits erfolglos behandelter Zähne )

Warum ein Wurzelkanalspezialist?

Die klassische Wurzelbehandlung kann von fast jedem Zahnarzt durchgeführt werden. In einer groß angelegten Studie an einer deutschen Hochschule wurde jedoch festgestellt, dass die Erfolgschancen dabei leider durchschnittlich unter 50% liegen.

Der Erfolg einer Wurzelbehandlung steigt mit der Fähigkeit die entzündungsauslösenden Bakterien aus den winzigen, schlecht zugänglichen Hohlräumen des Zahnes zu entfernen. Um diesen anatomischen Schwierigkeiten adäquat zu begegnen, benötigt man spezielle Instrumente wie Operationsmikroskope, hochflexible Nickel-Titan Instrumente, die endodontische Ultraschallspülung und elektrische Längenmessung, die thermoplastische Kondensation zur Wurzelfüllung und selbstverständlich viel Routine.
Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, können Erfolgschancen von 85% bis über 90% erreicht werden.

Unser Wurzelkanalspezialist, Dr. Sebastian Zorn, ist durch eine jahrelange Zusatzausbildung und durch die Erfahrung von tausenden erfolgreichen endodontischen Behandlungen in der Lage auch komplexe Wurzelkanalbehandlungen erfolgreich durchzuführen.

Das Operationsmikroskop in der Wurzelbehandlung

„You can´t treat what you can´t see.“ – „Man kann nur das behandeln, was man auch sehen kann.“

Mit diesem Satz erklärte der Begründer der mikroskopgestützten Endodontie Prof. Syngcuk Kim das Problem bei jeder Wurzelbehandlung.

Der perfekt ausgeleuchtete und maximal vergrößerte Zugang zu den Wurzelkanalsystemen eines Zahnes ist der Schlüssel zum Erfolg einer endodontischen Behandlung. Nur so ist der Zahnarzt in der Lage, eventuell überzählige Wurzelkanäle zu entdecken und erfolgreich zu behandeln. Des Weiteren können nur mit Hilfe eines Dentalmikroskops zuverlässig Fremdkörper auch aus tiefer gelegenen Bereichen der Zahnwurzeln entfernt werden oder Mikrorisse in der Zahnsubstanz erkannt werden, welche die Erfolgsaussichten negativ beeinflussen.

Um ein optimales Behandlungsergebnis erzielen zu können, führen wir Wurzelbehandlungen ausschließlich mit einem hochklassigen Dentalmikroskop der Firma Zeiss durch.

Der Wettlauf mit den Bakterien

Ein guter Erfolg in der Endodontie lässt sich nur erreichen, wenn man sich der Bedeutung der Bakterien bewusst ist. Daher sollte jede Wurzelbehandlung kompromisslos unter Kofferdam durchgeführt werden. Die Anwendung dieses Gummituchs, mit dem man den zu behandelnden Zahn vom Mundraum isoliert, erscheint vielleicht auf den ersten Blick profan, ist jedoch der Beginn eines konsequent durchgesetzten aseptischen ( keimfreien ) Arbeitens. Weiterhin gehört dazu die Verwendung von Einmal-Wurzelkanalinstrumenten und ein zuverlässig keimdichter Verschluss des Zahnes nach der Wurzelbehandlung mit einem stabilen, hochqualitativen, keramikverstärkten Kunststoff. Zahlreiche dazu durchgeführte Studien belegen die Bedeutung der bakteriendichten Versorgung des Zahnes direkt nach der eigentlichen Wurzelbehandlung, um den langfristigen Erfolg einer endodontischen Therapie zu gewährleisten.

Kosten

Der Aufwand einer mikroskopischen Wurzelbehandlung bzw. einer Revisionsbehandlung übersteigt den von der gesetzlichen Krankenkasse vorgeschriebenen Rahmen einer „wirtschaftlich, zweckmäßigen und ausreichenden“ Versorgung .
Daher kann solch eine aufwändige und zeitintensive Behandlung nicht rein über die gesetzlichen Krankenkassen abgerechnet werden. Die für den Patienten anfallenden Kosten orientieren sich – je nach individuellem Aufwand – an der GOZ 2012 ( Gebührenordnung für Zahnärzte 2012 ).

Wenn Sie eine private Zusatzversicherung abgeschlossen haben, kann evtl. diese für die zusätzlich anfallenden Gebühren zu Hilfe genommen werden. Bei privat versicherten Patienten übernimmt die Krankenversicherung die Kosten im Rahmen des individuell abgeschlossenen Versicherungsvertrages.

Bitte bedenken Sie: Selbst bei komplettem Eigenbehalt durch den Patienten, ist eine mikroskopische Wurzelbehandlung, die den eigenen Zahn rettet, in der Regel die kostengünstigste Behandlung.