Schwierige Ausgangsbedingungen bei Implantaten. Was nun?

Knochenaufbau vor Implantaten

Was ist ein Knochenaufbau?

Eine dauerhafte Entzündung des Knochens um die Zähne herum führt zu einem Abbau des Knochenbettes und des darüber liegenden Zahnfleisches. Diese Erkrankung nennt man Parodontitis.

Gehen in Folge einer Parodontitis Knochen und Zahnfleisch und damit auch der Zahn verloren, besteht die Möglichkeit, einen sogenannten Knochenaufbau durchzuführen, um genügend Fundament für das Setzen eines Implantates zu gewährleisten.

Diese Maßnahmen garantieren – laut einer aktuellen Studienlage – nur im Rahmen einer systematischen Zahnfleischbehandlung einen Erfolg.

Erst nach einer erfolgten konservativen, nicht-chirurgischen Zahnfleischbehandlung zur Bekämpfung der chronischen Entzündung des Zahnhalteapparates sollte ein Knochenaufbau durchgeführt werden. Ansonsten kann nicht von einer Verbesserung der Knochensituation ausgegangen werden, da die vorhandenen Bakterien eine Abstoßungsreaktion des eingesetzten Knochenaufbaumaterials provozieren können.

Die bei uns durchgeführten modernen Knochenaufbaumaßnahmen verfolgen dabei die Prinzipien einer biologisch schonenden, mikrochirurgischen Therapie, um möglichst minimalinvasiv ein neu geformtes Implantatbett zu erhalten, auf dem sich optimal positionierte Implantate setzen lassen.

Nur bei optimaler Position der „Pfeiler“ kann der Zahnarzt, in enger Absprache mit dem Zahntechniker, perfekt sitzende Kronen und Brücken anfertigen, die sich in das ästhetische Gesamtbild harmonisch einfügen.

Welche Materialien können verwendet werden?

Der Goldstandart beim Ersatzmaterial ist und bleibt der patienteneigene Knochen. Je nach Indikationsstellung und Ausgangssituation wird jedoch mitunter mehr Knochen benötigt, als der Patient zur Verfügung stellen kann, oder eine zweite Entnahmestelle wird nicht gewünscht. Dafür haben sich künstliche Knochenmaterialien, oder auch industriell gereinigtes Spendermaterial von Mensch und Tier (Rind) wissenschaftlich etabliert.

Ablauf und Verhaltensweisen

Die wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche chirurgische Therapie sind die schonende Vorgehensweise und größte Sorgfalt während der Arbeit mit dem Hart- und Weichgewebe. Nach diesen Prinzipien handeln unsere Ärzte im Rahmen eines minimalinvasiven, mikrochirurgischen Konzeptes.

Wir bei Leipziger 14 – Ihre Zahnärzte operieren mit speziellen superfeinen Instrumenten. Unsere Nahtmaterialien stammen teilweise aus der Gefäßchirurgie und können nur mit einer 5-fachen optischen Vergrößerung verwendet werden.

Im Oberkiefer fehlt zumeist eine ausreichende Höhe an Restknochen, um Implantate setzen zu können. Im Bereich des Oberkieferknochens befindet sich außerdem die Nasennebenhöhle. Um wieder eine ausreichende Knochenhöhe zu bekommen, kann seitlich, nach einem kleinen Zahnfleischschnitt, ein Zugang zur Nasennebenhöhle geschaffen werden, um dort vorsichtig Knochenersatzmaterial einzubringen. Je nach Größe und Lokalisation des Defektes im Knochen wird die Eingriffsstelle mit einer Membran abgedeckt und das Zahnfleisch vorsichtig vernäht.
Nach der Operation sollten circa 6 Monate vergehen, damit der Körper ausreichend Zeit hat, das Ersatzmaterial knöchern zu durchwachsen. Nun kann vergleichsweise unkompliziert implantiert werden. Manchmal sind die Ausgangsbedingungen jedoch so gut, dass ein „einzeitiges“ Verfahren angewendet werden kann, bei dem der Knochenaufbau und die Implantation zeitgleich durchgeführt werden.

Nur bei derart feinem, minimalinvasivem Umgang mit Hart- und Weichgewebe kann man diese komplizierten chirurgischen Vorgehen mit größter Zuverlässigkeit beherrschen.

Regenerativer Knochenaufbau bei starker Parodontitis

Wenn aufgrund chronischer Entzündungen um die Zähne herum Knochen verloren geht, ist unter bestimmten Umständen im Rahmen einer solchen Parodontitis ein Knochenaufbau möglich.
Dafür werden die betroffenen Zahnfleisch- und Knochentaschen im Rahmen der chirurgischen Parodontitisbehandlung entweder mit Knochenersatzmaterialien aufgefüllt und mit speziellen Membranen abgedeckt, oder es kommen biologisch aktive Gels zum Einsatz, die Ihren eigenen Knochen beim Wachstum stimulieren. Solche Verfahren sollten immer von speziell ausgebildeten und erfahrenen Spezialisten durchgeführt werden, um ein optimales Ergebnis für Sie zu erzielen.